Jonas Sporer, Betreiber des Restaurant Ritter in Fulda und überzeugter Slow Food Unterstützer, stellt uns seinen Hof als Veranstaltungsort zur Verfügung. So konnten wir einen kleinen aber feinen „Genießer-Markt“ unter dem Motto „Genuss & Verantwortung“ organisieren. Mitglieder und in enger Beziehung zu Slow Food Stehende können hier einen Ausschnitt ihrer Leistungen präsentieren. Wir wollen der Region zeigen, dass die Region „Gutes, sauberes und faires Essen“ zu bieten hat.
So wird Iris Eibeck, Slow Food Chef-Alliance-Köchin von der Dorfstube, Rengersfeld, Gerichte aus regionalem Bio-Gemüse – vegetarisch oder vegan – anbieten; das Lindengut stellt, neben den traditionellen Produkten wie Brot, Wurst und Schinken, erstmals ein fermentiertes Gemüse vor; Krenzers Rhön hat den Apfel von der Streuobstwiese in allen Varianten im Mittelpunkt seines Angebots; Hof Lorenzen, Schlitz, ist Spezialist in Sachen Zweinutzungshuhn und bringt zudem Kostproben vom Vogelsberger Roten Höhenvieh mit. Apothekerin und Kräuterfachfrau Gerhild E. Birmann-Dähne stellt ihr Kräuterbuch mit Kräuterzubereitungen vor.
Besonderes Highlight aus zwei Gründen ist das Angebot des Platzherren, des Restaurant Ritter: Jonas Sporer schmeißt den Ofen an und es gibt ein Lammgericht mit Rosmarin-Kartoffeln. Er wird dabei das Rhönschaf kulinarisch veredeln, das als sogenannter Arche-Passagier vom Convivium Fulda betreut wird. Die Slow-Food-Initiative Arche des Geschmacks hat es sich zum Ziel gesetzt, alte Nutztierrassen, Nutzpflanzen oder traditionelle Produkte zu erhalten und kulinarisch wieder auf den Teller zu bringen.
Um das Rhönschaf geht es auch Schäferin Julia Djabalameli vom Spiegelshof, die nicht nur einen Vortrag zum Rhönschaf hält, sondern auch Wollprodukte vom Rhön-Schaf im Angebot hat.
Das Vogelsberger Rote Höhenvieh ist Anwärter für die Arche des Geschmacks in unserem Convivium. Thassilo Görgen von der Ökomodellregion Vogelsberg stellt uns in einem kleinen Vortrag diese alte Nutztierrasse vor.
Das Convivium (Regionalgruppe) Slow Food Fulda, das auch Teile des Vogelsbergs und der Rhön beinhaltet, ist Teil von Slow Food Deutschland e.V. mit Sitz in Berlin. Slow Food Deutschland wiederum ist Teil einer weltweiten Bewegung, die sich für gutes, sauberes und faires Essen für alle einsetzt. Slow Food hat sich zum Ziel gesetzt, eine Ernährungswelt zu schaffen, die auf fairen Beziehungen basiert, die biologische Vielfalt, das Klima und die Gesundheit fördert und es allen Menschen ermöglicht, ein Leben in Würde und Freude zu führen.